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Aktuelles

Dr. phil. B. Romero in eigener Sache: ich habe im Sommer 2010 meine Tätigkeit als wissenschaftliche Leiterin des Alzheimer Therapiezentrums Bad Aibling beendet und widme mich der Entwicklung und der Leitung von anderen Projekten zur Demenzversorgung. Von meinem neuen Wohnsitz in Berlin aus arbeite ich weiterhin deutschlandweit und international an der Umsetzung des SET-Konzeptes.  

Über die 2013 neue gegründete Gesellschaft für Selbsterhaltungstherapie lesen Sie bitte unter:
GeSET e. V.

Mit dem Verein zur Förderung der seelischen Gesundheit im Alter (SEGA) e. V.
(www.sega-ev.de)
wurde eine vertrauensvolle Zusammenarbeit begonnen. 

Die SET im akuten Krankenhaus.  Evangelisches Krankenhaus Königin Elisabeth Herzberge (KEH), ein Allgemeinkrankenhaus der Regelversorgung in Berlin, hat den Wettbewerb um Fördermittel der Bosch Stiftung mit dem Projekt: „Akutkrankenhaus als "window of opportunity“ für nachhaltige Demenzbehandlung“ gewonnen.
Der Demenzbehandlung wird dabei das SET Konzept zugrunde gelegt. Das Projekt ist für 3.5 Jahre geplant. Zu den Vorarbeiten gehört seit Juni 2014 die Implementierung der SET in die akute Gerontopsychiatrie und Geriatrie.
Geplant ist der Transfer der so gewonnenen Erfahrungen in weitere akut-somatische KH –Bereiche. Das Ziel ist es, in allen Fachabteilungen die Belastungen, die mit dem Krankenhausaufenthalt bei Demenzkranken entstehen, zu reduzieren. Darüber hinaus ist geplant, SET basierten, spezielle Behandlungskonzepte für Menschen mit Demenz in allen somatischen Abteilungen zu etablieren.

Spezielle Einheiten zur Versorgung dementiell erkrankter geriatrischer Patienten
Wichernkrankenhaus, ein Fachkrankenhaus für Geriatrie im Evangelischen Johannesstift in Berlin, hat Mitte 2015 eine spezielle Station für Menschen mit Demenz eröffnet. Das in einer interdisziplinären Arbeitsgruppe vorbereitete Konzept integriert den SET –Ansatz. Damit wird die SET erstmalig für eine spezielle geriatrische Einheit für MmD konzeptuell angepasst und angewandt.

In den Universitäts- und Rehabilitationskliniken Ulm (RKU) wurde im April 2016 eine neue Station: Neurogeriatrie eröffnet. Dort werden geriatrische Patienten mit neurologischen, insbesondere dementiellen Erkrankungen, akut -medizinisch und frührehabilitativ behandelt. Dem Betreuungs- und Behandlungskonzept wurde u.a. die SET zugrunde gelegt.  Alle Mitarbeiter wurden auf die Arbeit mit den Demenzkranken vorbereitet, geschult und supervidiert. Das Konzept legt einen besonderen Wert auf die Integration der Betreuer, Nachhaltigkeit der Behandlung und Planung der Versorgung nach der Entlassung.

Im Oktober 2014 wurde in Mainz die Tagesklinik für Menschen mit Demenz eröffnet.
Dem Behandlungskonzept liegt die SET zugrunde. Um die nachhaltige Wirkung des ressourcenorientierten Ansatzes zu unterstützen, werden Angehörige und andere Betreuer in das Programm integriert. Die erarbeiteten individuellen Ressourcen  (u. a. Interessen, Fähigkeiten, Partnerschaft) werden standardisiert erfasst und als praktische Empfehlungen für die  ambulante Behandlung und Alltagsplanung an die weiter betreuenden Personen
schriftlich berichtet. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem  Flyer Tagesklinik.

SET-Oase: Versorgung von Menschen mit schwerer Demenz und Mobilitätseinschränkungen im Pflegeheim

Das Mainzer Seniorenpflegeheim St. Bilhildis plant eine neue Wohngruppe für Menschen mit einer schweren Demenz und erheblichen Einschränkungen in der Mobilität. Das Konzept  gründet auf der SET, die schon seit 2006 auf den bisherigen drei Wohnbereichen des Heimes angewandt wird (siehe Stationäre Pflege). Die von Ressourcenerhaltung und Präventionsgedanken getragene Planung unterscheidet sich von den bisherigen Konzepten der s. g. „Oasen“ für Menschen mit sehr schwerer Demenz..

 

 

Neue Publikationen zur SET (Auswahl)

  • Romero B, Zerfaß R (2013) Demenzielle Erkrankungen. In: Herpertz S, Schnell K, Falkai P (Hrsg.) Psychotherapie in der Psychiatrie. Stuttgart: Kohlhammer. 315-347.
  • Robl G., Romero B. (2013) Das Selbst erhalten.
    Die Schwester Der Pfleger, 2, 154 -156
  • Romero B. (2011) Sprachtherapie bei Demenz: realistische Ziele und Vorgehensweisen. In: Geist B., Hielscher-Fastabend M. (Hrsg.) Sprachtherapeutisches Handeln im Arbeitsfeld Geriatrie. Störungsbilder, Diagnostik und Therapie. Tagungsbericht zum 12. Wissenschaftlichen Symposium des dbs e. V., ProLog Vrl. Köln,185-199.
  • Romero B. (2011) Nicht-pharmakologische Therapie (S. 123–129) und Angehörigen Unterstützung (S. 137–140). In: Bassetti C., Calabrese P.,
    Gutzwiller F. (Hrsg.) Demenz – Ursachen, Verlauf und Behandlungsmöglichkeiten.
    Eine Schweizer Perspektive.  Ligatur Verlag, Stuttgart.
    Ausgabe in der französischen Sprache: Romero B. (2012) Traitement non médicamenteux (121 -127); Soutien des proches  (135 -138). In: Bassetti C., Calabrese P., Gutzwiller F. (Hrsg.) La démence – Étiologies, évolution et options thérapeutiques. La situation en Suisse. Ligatur Verlag, Stuttgart.
  • Romero B. (2011) Selbsterhaltungstherapie (SET). In: Haberstroh J. und Pantel J. (Hrsg.) Demenz psychosozial behandeln. AKA Verlag Heidelberg, 2011, 127-133
  • Müller F., Romero B., Wenz M. (2010) Alzheimer und andere Demenzformen. Ratgeber für Angehörige. Heel Verlag, 2010.
    In diesem Ratgeber ist das Fachwissen und die jahrelange Erfahrung des interdisziplinären Mitarbeiterteams des Alzheimer Therapiezentrums Bad Aibling dargestellt. Die konzeptuelle Grundlage der Publikation ist die Selbsterhaltungstherapie (SET).