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Stationäre Pflege

Die zentrale Zielsetzung in diesem Anwendungsbereich ist die Anpassung der Pflege, der Umgangsformen des Personals, der Tagesgestaltung und des materiellen Umfeldes an die individuellen Bedürfnisse der Bewohner. Dabei sollen die Ressourcen optimal gefördert wie auch das Selbstwertgefühl und das Selbstverständnis der Person stabilisiert werden. Von einer Begleitung und Pflege im Sinne der SET kann zudem erwartet werden: die Optimierung der Teilhabe am täglichen Leben, die Optimierung der Grundstimmung und die Reduktion oder Vermeidung von Verhaltensauffälligkeiten. Hierzu liegen bereits gut fundierte Erfahrungen aus dem Seniorenpflegeheim St. Bilhildis in Mainz vor und seit 2018 auch von zwei weiteren Einrichtungen der Franziska Schervier Altenhilfe. GmbH. Das Mainzer Seniorenpflegeheim hat die SET-Oase, eine neue Wohngruppe für Menschen mit einer schweren Demenz und erheblichen Einschränkungen in der Mobilität etabliert. Das von Ressourcenerhaltung und Präventionsgedanken getragene Programm unterscheidet sich von den bisherigen Konzepten der sog. „Oasen“ für Menschen mit sehr schwerer Demenz.

Die Erfahrungen mit der SET-basierten Arbeit in den Seniorenpflegeheimen wurden publiziert und aktuell auch filmisch dargestellt (s. Medien).

Publikationen:
El-Nawab S. (2018) Für mehr Selbstvertrauen. Altenheim, 11, 46 - 47
Robl G., Romero B. (2013) Das Selbst erhalten. Die Schwester Der Pfleger, 2, 154 -156
Romero B, Robl G. (2011) Selbstvertrauen stärken. Altenpflege 36:33-36
Robl G., Romero B. et al. SET –Oase: Konzept und Ergebnisse der Evaluationsstudie (Arbeitstitel); in Vorbereitung

SET-Implementierung
Dr. phil. Barbara Romero und Günther Robl, Leiter des Sozialdienstes von St. Bilhildis haben ein Programm zur Implementierung der SET in die stationäre Pflege erarbeitet, das Fortbildungskurse und Supervision umfasst und das in eine Zertifizierung münden kann. Der Umfang des Programms wird speziell auf die Bedarfe der jeweiligen Einrichtung zugeschnitten.
Weitere Informationen: SET-Implementierung.

Zertifizierung

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Das Seniorenpflegeheim St. Bilhildis in Mainz erhielt 2012 das erste Zertifikat mit einem SET-Logo. Das Zertifikat bescheinigt, dass durch das Audit der Nachweis erbracht wurde, dass in der Einrichtung Menschen mit Demenz im Sinne der Selbsterhaltungstherapie (SET) gepflegt und betreut werden. In Juni 2020 haben zwei weitere Einrichtungen der Franziska Schervier Altenhilfe GmbH, Herz Jesu in Köln und St. Elisabeth in Frechen, das Zertifikat erlangt (https://schervier-altenhilfe.de/koeln/herz-jesu/betreutes-wohnen/aktuell/mit-auszeichnung.html).

Die SET - alzHEIMer GbR (gegründet von Barbara Romero und Günther Robl) entwickelt und begleitet Implementierungsprogramme für Einrichtungen der stationären Pflege und formuliert Kriterien, nach denen die Qualität der Pflege und Betreuung bewertet werden kann. 

Zur Vorbereitung und Durchführung von Zertifizierungen kooperiert die SET- alzHEIMer GbR mit dem Zertifizierungsinstitut ZertSozial GmbH, einem Prüfungsdienstleister für Soziales und Gesundheit. ZertSozial GmbH ist von der Deutschen Akkreditierungsstelle GmbH (DAkkS) reakkreditiert für die Zertifizierung von Qualitätsmanagementsystemen und Qualitätsfachpersonal (www.zertsozial.de). Das Zertifizierungsaudit orientiert sich an einem Prüfkatalog, der die Qualität der Betreuung an den Vorgaben der Selbsterhaltungstherapie (SET) misst. Besonders von Interesse ist, ob die individuellen Bedürfnisse und Ressourcen des demenzkranken Bewohners ausreichend erfasst und systematisch berücksichtigt werden
 

 

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